Sommerkleid
Der Sommer kommt näher,
er ist nicht mehr weit,
drum kaufte ich fast
ein Sommerkleid.
Ich wollte es weit
und gleichzeitig eng,
luftig und leicht,
doch nicht zu dünn.
Nicht weiß und nicht
schwarz und nur
kein Beige. Weder Grau
noch Pastell,
trotzdem nicht dunkel,
denn ich will es hell.
Ich suche nach Farbe,
doch nicht zu bunt,
den Rock nicht zu lang,
nur die Kniee bedeckt.
Die Waden umspielt,
flatternd der Rock,
ich bin beim Kaufen
mein eigener Schock.
Die Knöpfe zu klein,
wo sollen die hin?
Sind sie rechts oder
links, oben am Hals?
Wie komme ich nur
in das Kleid hinein?
Seitliche Taschen,
ach die wären gut.
Ich finde keine und
es packt mich die Wut.
Wo steckt nur das Kleid,
das für mich gemacht?
Ich werd’ es noch finden,
das wär doch gelacht.
Sonntagabend, 13. Juni 2010
Kommentare
Liebe Barbara, Du kennst das auch? Probieren, probieren und nix passt. In allem sieht man total bescheuert aus und die Verkäuferin vermittelt einem das Gefühl, daß das doch gar nicht sein kann.
Höflichkeit, die versteckt die Mängel bemängelt.
Liebe Grüße an Dich
es grüßt dich (d)eine (Leidens)schwester
.
Dein Gedicht ist klasse und seeeehr realistisch.
Liebe Grüße
Da siehste mal, wie klug Heringsfrauen sind! LG von mir zu Dir
Ganz weg ist er leider nicht, der Bauch. Weshalb ich momentan auch keine engen Kleidchen trage.
Ist aber nicht so schlimm, irgendjemand hat mir mal gesagt, ein Mann mit einem ganz kleinen Bäuchlein wäre kuscheliger als so ein dünner Hering. Denn:
Die Heringsfrau, die sprach versonnen:
»So ein Wal wiegt siebzig Tonnen!«
W 30/L 31 - Michael, diese Männermaße sagen mir, daß der Bauch tatsächlich verschwunden ist! ☺ ☺ ☺
Im Kleidchen wärst Du das Ergötzen Deiner Töchter ... LG von Bruni
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