Frust
Giftiggrün und schleimig,
eklig klebriger Frust
überschwemmt Lust
an bebendem Leben,
lähmt Glieder und Herz,
steigt gar in den Kopf,
erbärmlich, ängstlich,
armer Tropf.
Schleimige Schmiere
breitet sich aus,
treibt klare Gedanken
endgültig ins Aus.
Dämpfe aus Frohsinn
setze dagegen.
Der Kampf entbrennt,
nur nicht ergeben.
Lehre ihn zittern,
soll er verbittern.
Er weicht,
zieht sich zurück,
sehr langsam geschieht es,
doch Stück für Stück.
Dienstagmorgen, 19., Januar 2010
Kommentare
Liebes Eulchen, ja, der Frust ist gemein. Er nistet sich ein und schleicht im Haus herum. In jedem Zimmer ist er zu finden. Manchmal ist es kaum nachzuvollziehen, wo er sich einschleichen konnte.
Danke für Deine Worte, liebe Anna-Lena
Der Frust hat es an sich, nicht häppchenweise zu kommen. Ist er einmal geballt da, hat man ganz schön zu tun, ihn wieder loszuwerden.
Liebe Grüße zu meiner Nachteule
Manchmal ist man gefrustet und muß sich selbst an die Kandarre nehmen. Mit diesem Gedicht habe ich es versucht, lieber Helmut!
Oh ja: “Lehre ihn zittern,
soll er verbittern” - der Frust!
Danke für diesen guten Rat.
Und liebe Grüße
Helmut
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