Stöckelschuhe
Schnippisch
weist sie ihn zurück,
(den allerliebsten
jungen Mann)
zuckt die Schultern,
dreht sich weg.
Zielbewusst
im Stöckelgang
stöckelt sie
den Markt entlang.
Übellaunig glotzt
das Pflaster,
sieht sie kommen,
kichert, grinst.
Da bleibt ihr Absatz
auch schon stecken.
Er bricht ab.
Kopfsteinpflaster
lacht sich schlapp.
Sie kreischt und flucht,
während sie im Dreck
rumsucht, humpelt
schniefend um die Ecke,
denn da wohnt der
Schuster Zwecke.
Er tröstet sie,
verkauft ihr Treter,
die eig’nen Schuhe
gibt es später.
Freitagabend, 23. April 2010
Kommentare
Du sollst mich doch nicht veräppeln!
Ja, ich hatte tatsächlich keine Ahnung, wie man es schreibt. Mein mannsagte es und es setzte sich in meinem Kopf fest. Die Schreibweise war erst mal unwichtig ... LG zu Dir
Ich bin gerade über das schöne Wort “schnippisch” gestolpert.
Schreibt sich das wirklich so?
Heißt es nicht “schnippig”?
Danke Dir, liebe Barbara! Kichern ist sehr gesund, stärkt Herz, Seele und Geist.
Liebe Bruni, ist das ein hübsches Gedicht *kicher*
Hallo, Karin, Salatstecher, den Ausdruck dafür kannte ich noch nicht. Toll, daß Du damit noch gehen kannst ...☺ Es freut mich sehr, daß Du ein bissel was Giftiges darin entdeckt hast. Das bedeutet, Du hast ziemlich genau gelesen und bist nicht nur darüber gehuscht. Liebe Grüße an Dich
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