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Wellen und Gischt

Sieh doch, die Gischt,
die sich an gehärteten Felsen bricht
und jedes Hindernis genervt
zur Seite wischt.

Schaumberge, Brecher,
haushohe Wellen,
die am Felsen in brausender Fahrt
einfach zerschellen.

Sie splittern wie springendes Glas.
Funkelnder Regen überzieht
den zerklüfteten Felsen
mit sprühendem Segen.

Unermüdlich die rollende See.
Die Gischt scheint wie
lockerer, bergiger Schnee.

Urkraft bewegt die Wellen,
findet bröckelnde, brüchige Stellen,
verschlingt sie geschwind.

Mit wütender Macht springen sie
über des Wassers Pracht
und wünschen sich, 
auch mal am trockenen Lande
zu sitzen.

Manch einer Welle gelingt es,
sie überspringt es, das Ufer
mit dem lockenden Rufer…

Doch sie fühlt sich nicht wohl,
ihre Stimme wird hohl.

Sie rollt zurück in ihr Bett,
zieht sich das Meer über die Ohren
und weiß jetzt, sie wäre
im trockenen Sand verloren.

Hin und wieder bohrt sie
noch Löcher in den Sand,
in dem sie als winziger Strudel
dann endlich verschwand.


Donnerstagabend, 25. Juni 2009




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