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Trauerweide

Trauerweide,
stiller Baum,
ich sehe,
du bewegst dich
kaum,

lässt
Äste, Zweige,
Blätter hängen,
auch wenn dich
Frühlingsstürme
drängen.

Hellgrün, bräunlich
deine Rinde,
spröde, spärlich,
kühle Winde.

Augenweide,
Wunderbaum.
Unbewegt
bist du ein Traum.

Leichter Wind
im Sommergrün.
Siehst du,
wie die Wiesen blühn?

Augenweide,
stehe still,
weil ich dich
betrachten will.

Du schaust so traurig,
hängst die Lider,
lächle jetzt,
der Wind kommt wieder.

Du tanzt mit ihm,
bewegst dich sacht.
Nach vielen Stunden
kommt die Nacht.

Schwarzes Tuch,
es deckt dich zu.
Im Schlaf hat Trauer
oftmals Ruh.

Sonntagabend., 18. Mai 2008




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