Startseite | Kontakt | Impressum

Hulks Wut

Grün vor Wut
und gewaltsam,

kurz vor dem Ersticken,

die ganze Welt aus ihren
innerlich verrosteten,
doch äußerlich
chromblitzenden Angeln heben,

Etwas bewegen.

An den Grundfesten
der menschlichen Skelette rütteln,

die morschen Knochen
durcheinanderschütteln.

Es krachen und knacken
die knöchernen Sachen,
und grün vor grollenderWut
brechend weitermachen,

Etwas bewegen?

Oder doch nur zerstören?

Störenfried
gegen Ordnung und das System,
unauffällig und ordentlich
ist für alle bequem.

Durch Meere und meterdicken
tiefschwarzen, kompakten Asphalt
bricht mit brachialer, wüster Gewalt
eine kaum erkennbare
irrwitzig menschliche
grüne Muskelgestalt.

Wilde, elementare, wahnsinnige Kraft,
gebündelt in wahrer Meisterschaft,
erschüttert die Menschheit,
die vor Schrecken verstummt.

Geistige Ohnmacht breitet sich aus,
niemand geht freiwillig aus seinem Haus,
bis auf die Frau, die die Riesengestalt
an der verrückten Farbe erkennt
und nun Richtung Riese rennt.

Riese sieht Frau,
erblickt die Liebe in ihrem Angesicht,
und seine Wut auf die gesamte
Menschheit verpufft
in endlich lauer werdender Luft.

Eiseskälte
und grimmiggrüne Farbe
vergehen so schnell,
wie vom Winde verweht.

Trost, Liebe,
Erbarmen und Hoffnung
nehmen dem Riesen die Wut,
und für diesen einen Moment
ist alles gut.

13. Mai 2007




Kommentare

Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!



image image