Zaubernacht
Hier werden aus deinen Träumen
die Märchen gemacht,
Traummärchen entstehen, verwehen,
leicht wie der Wind,
weil sie nirgendwo verankert sind.
Blitzende Sterne säumen
zauberhaft deinen Weg,
in märchenhaft geschmückter
leuchtender Nacht.
Du siehst den sternigen Pfad
in all seiner Pracht.
Erkennst vor dir
Schneewittchen, Dornröschen
und Drosselbart,
Hans im Glück hält liebevoll
ein rotes Käppchen im Arm.
Die Sieben Zwerge
helfen Hänsel und Gretel
aus dem tiefen
und wirklich sehr dunklen,
beängstigend dichten Wald heraus.
Rapunzel lässt vom Turme
ihr Haar herunter.
Aschenputtel ist umgeben von Tauben,
die dem tapferen Schneiderlein
vom Tische herab
die verrosteten, aber im Traume
noch brauchbaren Nadeln rauben.
Frau Holle fliegt mit dem
Goldenen Vogel um die Wette,
am Spinnrad sitzen Eule und Fuchs
und auch der kleinste Riese
ist stolz auf seinen hohen Wuchs.
Zauberhaft sind die Märchen,
die aus Träumen gemacht.
Du hast darin sehr oft über dich selbst gelacht,
hast dich befreit von menschlicher Bürde
und im zerzausten, gerupften Menschengefieder
steckte gerade deshalb sehr große Würde.
23. März 2007
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