Vogelfreie Worte
Vogelfreie Worte
zwischen purpurroten Anemonen
und meterhohen Tulpenbäumen.
Worte, die der Wind singt.
Garkleine Flöten, die in den Lüften erklingen,
silbergrüne Farnwedel,
um die feingliedrige Elfen tanzen,
Wortzauber liegt über verwunschenem Wald,
Heilkräuter in moosigen Betten,
verschlafen die Zeit bis zur Reife.
Wolken heilsamer Düfte über Kräuterfeldern
und verschwiegenen Ecken,
in denen sich die heilenden Wunder
vor falschen Händen und Worten verstecken.
Blütenreigen, erntende geistvolle Hände.
Wandernde Worte an fantasievollen Orten,
Worte, die Wunden heilen
und in den Sinnen verweilen.
Gebete, die singen,
gemeinsam mit bebender Erde erklingen.
Vogelfreie Worte, an keine Zwänge gebunden.
Wünschende Worte und heilende Hände,
die Wärme spenden.
Gute Gedanken und fallende Schranken,
auf dem Mondsilberseil tanzende Worte.
Eine Hütte aus Palmgeflecht,
an einem lapislazuliblauen See,
wirkt durch den Zauber der Worte
luftig, leicht und sehr echt.
Worte voll Lust und Fantasie,
erhöre und vergesse sie nie.
10. Juni 2007
Kommentare
Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!