Startseite | Kontakt | Impressum

Ich schließe die Augen

Ich schließe die Augen
und fühle.
Ich schließe die Augen
und wünsche.
Ich öffne die Augen und träume.

Träumend durchwandere ich meinen Tag,
diesen ganz besonderen,
den Tag, der täglich wiederkehrt,
und der das Dunkel zum Hellen bekehrt,

der sich durch nichts beirren lässt,
und pünktlich täglich zur Stelle ist.
Der Tag, der weiß, dass die Alltäglichkeit
mit Mühe und Fleiß
tatkräftigeHilfe beschert.

Offene Augen sehen sehr viel,
brauchen Pausen zum Innehalten
und auch zum Insichgehen,
erkennen Lebensfrust und Lebenslust.

Schließe deine Augen
und lebe den täglichen Traum.

Wünsche täglich aufs Neue,
dass der Tag sich erfülle
und des Menschen Seele
das Wahre und Echte entdecke.

Erkenne in hellsichtigem Traum
scheinbar Undurchschaubares
mit träumerisch sicherem innerem Blick.

Trenne genau und lege
Unwichtiges zu den Akten.
Wäge die Dinge in deiner Hand,
behalte dir immer ein Pfand.

Mit traumwandlerischer
Sicherheit wissen,
dass du nichts wirst vermissen,
wenn Tag und Traum
brüderlich vereint durch
dein Leben gehen,
und sich dabei auch noch
wie Schwestern verstehn.

14. Januar 2007




Kommentare

Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!



image image