Die Lebensquelle
Grünpelzig, moosig
und weich wie Samt
ist meine Lieblingsstelle
in der Nähe meiner leise
vor sich hinplätschernden,
vor Quälgeistern
gut versteckten Lebensquelle.
Verborgen in schützendem,
stachelig-dickblättrigem
Rankengewächs
liegt hier mein Ursprung,.
der gleichzeitig auch
meine Zuflucht ist.
Verwunschener Ort,
selten zu sehen,
es sei denn,
du willst mich wirklich verstehen.
Dann weichen die Ranken,
dann teilen sich Welten.
Und sprudelnd zeigt sich die Quelle
an ursprünglicher Stelle,
in ursprünglicher Gestalt
und begibt sich leichtherzig,
doch unendlich vertrauensvoll
in deine Gewalt.
Lass sprudeln die Quelle
an ursprünglicher Stelle!
Gib das Geheimnis nicht preis,
sei wie Feen und Elfen so leis.
Tritt behutsam
auf den Teppich aus Moos,
der so gut wie ein Mutterschoß.
Und silbern plätschert an dieser Stelle
meine gut gehütete Lebensquelle.
Montagabend, 27. August 2007
Kommentare
Ja,lieber Ludwig, Du hast es richtig verstanden. Sie liegt in mir, meine Lebensquelle, in mir selbst. Ich speise sie, brauche dazu aber auch manchmal Gäste, Dünger für die Energie. Gäste können allein schon Worte sein.LG von mir zu Dir
ein gedachter ort
keinem wirklich existierendem ort zugedacht
und dennoch wirklich da
im kopf
im bauch
die lebensquelle liegt ja auch oft in der gegend des solar plexus
der als fokus für die sonne unseres sonnensystems fungiert
ein tagtäglicher energiequell des lebens
Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!