Jenseits der Stille
Jenseits der Stille
hör ich Gebrülle.
Wer stört meine Gedanken,
wer bricht bei mir ein?
Das Leben daneben
will zu mir herein!
Quietschende Reifen,
Krachen, Gebrüll,
ist´s in der Stille denn niemals
ganz still?
Ich eile, ich rufe,
ich helfe dem Leben,
auch Anderen
ist nur eines gegeben.
Nun fahre ich fort
mit dem schreibenden Wort,
will nun sorgsam
meine eigenen Worte tragen
und erneut einen Anlauf
ins Dichten wagen.
Klappernde Schlüssel
und Rauschen im Flur,
vorbei ist es endgültig
mit Ruhe pur.
Ich verschließe die Worte
und sperre sie ein
in einen wunderlich haltbaren
inneren Schrein.
Bewahre sie dort
und hebe sie auf,
schnüre ein Bündel,
bedeck’ es mit Liebe,
dem besten Schutz
gegen gedankliche Diebe.
Am späten Abend,
die Nacht ist nicht weit,
ist für zaghafte Dichter
des Tages einzig richtige Zeit.
29. April 2007
Kommentare
Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!