Der Traummann
Sehe ich dich,
bester Mann, nur an
wird mir weich in den Knien,
wie Butter schmilzt mein Gehirn.
Meine Beine versagen den Dienst
und ich bewege mich wie Pudding
in einer Schüssel.
Deine Stimme zaubert Märchen
in meine zarte weibliche Seele.
Ich erglühe mädchenhaft schüchtern
trotz der Kälte in den Kammern,
höre mich über Belangloses jammern,
gebe mir selbst einen kräftigen Ruck,
lasse den Pudding zurück,
gehe auf dich zu ein kleines Stück,
trete auch ein wenig auf der Stelle,
und verweile gebannt
an der hölzernen Schwelle.
Bis es mir langweilig wird
blicke ich dir über die überaus
männlich markige Schulter,
sehe dir beim Rasieren zu,
sehe den winzigen,
kaum blutenden Schnitt,
höre deinen entsetzlichen Schrei
- und bin wieder frei
25. April 2007
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