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Schloß auf den Klippen

Auf schneeweißen Klippen
ein steingraues Schloss


Pfähle der Vergangenheit
in salzigen Wogen


Es schwanken die Zimmer
um leichtes, kaum hörbares
Geistergewimmer


Sturm und Gefahr – Nebel
und Gischt. Ein matter Segler –
schemenhaft sichtbar –
der sich mit letzter Kraft
vor die Klippen schiebt


Zerbrochen die Masten,
zerfetzt sind die Segel


Der Sturmgeist treibt Schoner
direkt auf das Riff und
endgültig zerbricht das
gestrandete Schiff


Wo ist die Mannschaft?
Was geschah mit den Männern?
Das Wrack ist verlassen
Ihre Leiber scheinbar der
gefräßigen See überlassen


Doch da schwillt es an -  wird
zum mehrstimmigen Chor


Das kaum hörbare leise Geister-
gewimmer im schwankenden
Schloss auf schneeweißen Klippen …

 

Samstag, der 14. Jan. 2017

zum Balladenwochenende von

Christiane


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